Vereinssatzung

Dies ist die aktuelle Vereinssatzung des CVJM Steinhagen und  wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 17.02.2008 festgelegt.

§1 (Name und Sitz)

Der Verein trägt den Namen „Christlicher Verein junger Menschen“ (CVJM) und hat seinen Sitz in Steinhagen/Westf.

§2 (Grundlage und Ziel, Aufgabe und Mittel)

I) Der Verein bekennt sich zu dem Herrn Jesus Christus als Gottes Sohn und Heiland der Welt und hält das Wort Gottes für die alleinige Richtschnur des Glaubens und des Lebens.
II) Grundlage der Arbeit ist die Erklärung des Westbundes der CVJM (Pariser Basis von 1855):
„Die christlichen Vereine junger Männer haben den Zweck, solche jungen Männer miteinander zu verbinden, welche Jesus Christus nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine Jünger seien und gemeinsam danach trachten wollen, das Reich ihres Meisters unter jungen Männern auszubreiten.“
Die CVJM sind als eine Vereinigung der jungen Männer entstanden, heute stellen sie eine weltweite Gemeinschaft von Menschen aller Rassen, Konfessionen und sozialen Schichten dar. Darum gilt für den Bereich des CVJM-Gesamtverbandes heute die Pariser Basis für alle jungen Menschen.
III) Der Verein übernimmt für die Erreichung des unter Abs. I und II genannten Zieles insbesondere folgende Aufgabe:

  1. Sammlung um das Wort Gottes zur Weckung und Vertiefung des Glaubenserlebens;
  2. Hinführung zur christlichen Gemeinschaft und zu gemeinsamen Dienst;
  3. Förderung der körperlichen und geistigen Entwicklung und Unterstützung und

Hilfestellung bei der Entwicklung zu einer christlichen Persönlichkeit, die im Verein und in allen Bereichen des Lebens zu verantwortungsbewußtem Handeln und missionarischem Dienst fähig und bereit ist. IV) Die Mittel zur Erfüllung dieser Aufgaben müssen den Gaben des Einzelnen entsprechen; es können insbesondere sein:

  1. Verkündigung des Wortes Gottes in jugendgemäßer, gegenwartsnaher Form, z.B. als Bibelarbeit, Seelsorge u.a.;
  2. Rat und seelsorgerliche Hilfe in allen Lebensfragen;
  3. Einsatz der Mitglieder zur Mitarbeit bei den Aufgaben des Vereins; Durchführung von Seminaren für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter;
  4. Beratung von Wehrpflichtigen und Betreuung von Wehr- und Ersatzdienstleistenden;
  5. Jugendpflege und Jugendsozialarbeit;
  6. Missionarische Betätigung durch entsprechende Aktionen;
  7. Angebot von Vorträgen, Gesprächskreisen und Seminaren;
  8. Einrichtung einer Bücherei und Verbreitung von Zeitschriften;
  9. Feste, Freizeiten, Feierstunden, Sport und Spiel, Musik u.v.a.
  10. Erwerb oder Errichtung eines Freizeitheimes;
  11. Beschaffung von Mitteln (z.B. Geld) für die steuerbegünstigten Zwecke anderer

Körperschaften, sofern dem §2 Abs. I-IV dieser Satzung entsprochen wird, oder sofern es als Rücklagenbildung für Punkt 10 benötigt wird.

§3 (Gemeinnützigkeit)

I) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige – mildtätige – kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung 1977 v.16.3.1976. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
II) Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§4 (Mitgliedschaft)

I) Mitglied des Vereins kann jeder werden, der diese Satzung als für sich verpflichtend anerkennt. Bei Minderjährigen erfolgt die Anerkennung der Satzung durch die Erziehungsberechtigten.
II) Jedes Mitglied zahlt einen von der Jahreshauptversammlung festgesetzten Mitgliedsbeitrag.
III) Das Ausscheiden aus dem Verein erfolgt entweder freiwillig durch Abmelden beim Vorstand, oder durch Ausschluß, auf Beschluß des Vorstandes.

§5 (Leitung des Vereins)

Die Leitung des Vereins liegt in den Händen:

  1. Der Jahreshauptversammlung
  2. Des Vorstandes

§6 (Jahreshauptversammlung)

I) Zur Jahreshauptversammlung (JHV) ruft der Vorstand einmal im Jahr alle Vereinsmitglieder, die das vierzehnte Lebensjahr vollendet haben, zusammen. Im übrigen ist sie öffentlich. Die Einberufung hat schriftlich unter der Angabe einer Tagesordnung bis spätestens 14 Tage vor dem anberaumten Termin zu erfolgen. Der Termin sollte im Januar/Februar liegen.
II) Die JHV ist das höchste Beschlußorgan des Vereins und hat insbesondere folgende Aufgaben:

  1. Wahl des Vorstandes
  2. Beratung und Genehmigung von Arbeitsprogrammen
  3. Regelung der rechtlichen Vertretung des Vereins
  4. Festlegung der Mitgliedsbeiträge
  5. Entgegennahme von Berichten, Prüfung der Jahresrechnung und Entlastung des Vorstandes
  6. Wahl weiterer Vereinsvertreter

III) Jedes erschienene Vereinsmitglied, das das vierzehnte Lebensjahr vollendet hat, hat Stimmrecht und das aktive Wahlrecht, Vertretung durch Vollmacht ist unzulässig.
IV) In ein Amt gewählt werden können nur solche Mitglieder, die bei der JHV anwesend sind und das 18. Lebensjahr vollendet haben.

§7 (Beschlußfassungen und Wahlen)

I) Die Beschlußfähigkeit der JHV ist gebunden an die rechtzeitige Einberufung der Mitglieder gemäß §6.I.
II) Anträge aller Art können jederzeit und von jedermann gestellt werden. Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefaßt. Bei Stimmengleichheit ist kein Beschluß zustande gekommen.
III) Über die Art der Abstimmung (geheim oder offen) entscheidet – außer bei Wahlen – die Versammlung selber. Wünscht auch nur ein Mitglied die geheime Abstimmung, muß sie durchgeführt werden.
IV) Über die geführten Verhandlungen hat der Schriftwart einen Sitzungsbericht aufzunehmen, der von ihm und zwei Vorstandsmitgliedern gegengezeichnet und auf Wunsch jedem Mitglied zugänglich gemacht werden muß.

§8 (Außerordentliche Mitgliederversammlung)

Außerordentliche Mitgliederversammlungen können jederzeit vom Vorstand einberufen werden. Der Vorstand ist zu deren unverzüglichen Einberufung verpflichtet, wenn wenigstens ein Drittel der Vereinsmitglieder, die das vierzehnte Lebensjahr vollendet haben, unter Angabe der zu verhandelnden Punkte dieses schriftlich beantragt. Für die Einladung und das Stimmrecht, sowie für die Beschlußfassung und das Protokoll gelten die Bestimmungen der §6 I., III., §7 II., III., und IV.
Jede außerordentliche Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, darauf ist in der Einladung ausdrücklich hinzuweisen.

§9 (Der Vorstand)

I) Der Vorstand besteht aus wenigstens 7 Mitgliedern, nämlich:

  1. dem ersten Vorsitzenden
  2. dem ersten Schriftwart
  3. dem ersten Kassierer
  4. dem zweiten Vorsitzenden
  5. dem zweiten Schriftwart
  6. dem zweiten Kassierer
  7. dem Beisitzer

Dem Vorstand gehören ferner die berufenen Gruppenleiter und Kreisvertreter mit vollem Stimmrecht.
II) Ein hauptamtlicher Jugendwart kann in beiderseitigem Einverständnis stimmberechtigtes Mitglied des Vorstandes sein. Mitgliedschaft im CVJM Steinhagen ist Voraussetzung. Der jeweilige Jugendpfarrer ist ständiger Gast mit beratender Funktion.

§10 (Wahl des Vorstandes)

I) Die Vorstandsmitglieder gemäß §9 I.1-7 werden in geheimer Wahl von der JHV auf die Dauer von 2 Jahren gewählt.
II) Bei Stimmengleichheit erfolgt eine Stichwahl zwischen den mit gleicher Stimmenzahl gewählten Kandidaten, bei erneuter Stimmengleichheit entscheidet das Los.
III) Bei erfolgter Neuwahl des gesamten Vorstandes (§9 I.1-7) scheiden die vier Mitglieder zu Punkt 4-7 bereits nach einem Jahr aus. Wiederwahl ist zulässig.
IV) Scheidet ein Vorstandsmitglied zu Punkt 1-7 vor Ablauf seiner Amtszeit aus, bestimmt der Vorstand kommissarisch einen Vertreter. Auf der nächsten JHV wird ein Nachfolger für den Rest der eigentlichen Amtszeit gewählt.
V) Zur Durchführung von Vorstandswahlen wählt die JHV einen Wahlleiter mit einfacher Stimmenmehrheit. Er soll kein Vorstandsmitglied sein und auch für kein Vorstandsamt kandidieren. Ihm obliegt die korrekte Abwicklung der Wahl, insbesondere die Beurteilung der Stimmzettel hinsichtlich der Gültigkeit.

§11 (Aufgaben des Vorstandes)

I) Der Vorstand hat die Aufgabe, den Verein zu leiten und darüber zu wachen, daß die in den §2 und 3 angegebenen Ziele verwirklicht werden.
II) Zu den Rechten und Pflichten des Vorstandes gehören insbesondere:

  1. Berufung von Gruppenleitern
  2. Erarbeitung von Arbeitsprogrammen
  3. Aufnahme und Ausschluß von Mitgliedern
  4. Einberufung und Vorbereitung der JHV

III) Der Vorstand versammelt sich in der Regel monatlich. Er ist beschlußfähig, wenn mehr als die Hälfte der festgeschriebenen Mitglieder anwesend sind. Für Abstimmungen und Sitzungsberichte gelten die Vorschriften der §7 II.-IV. Und §10 II.
IV) Der Vorsitzende lädt zu den Vorstandssitzungen ein und bestimmt die Tagesordnung. Die Einladung soll spätestens 7 Tage vor dem bestimmten Termin schriftlich erfolgen.

§12 (Organisatorische Zugehörigkeit)

I) Der Verein ist Mitglied des CVJM Westbundes. Entsprechend der Bundessatzung ist er verpflichtet, den Bundesbeitrag zu zahlen. Er fühlt sich verpflichtet, die Zeitschriften des CVJM Westbundes zu fördern und für deren Verbreitung zu sorgen.
II) Mitglieder des Vorstandes des CVJM Westbundes oder vom Vorstand des CVJM-Westbundes schriftlich beauftragte Vertreter haben das Recht, mit beratender Stimme an den Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen des Vereines teilzunehmen.
III) Der Verein wird vom CVJM Westbund einem Kreisverband des CVJM Westbundes zugeteilt. Er entsendet entsprechend seiner Stärke Vertreter in die Kreisvertretung.
IV) Der CVJM Westbund gehört dem CVJM Gesamtverband in Deutschland e.V. in Kassel an. Der CVJM Gesamtverband ist dem Weltverband des CVJM in Genf angeschlossen.
V) Der Verein ist als Mitglied des CVJM Westbundes Teil evangelischer Jugendarbeit, die in der Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend (AEJ) ihren Zusammenschluß hat. Er ist durch seine Mitgliedschaft im CVJM Westbund über den CVJM Gesamtverband im Diakonischen Werk – innere Mission und Hilfswerk – der evangelischen Kirche in Deutschland als einem Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege angeschlossen.

§13 (Änderung der Satzung und Auflösung des Vereins)

I) Über Änderungen und Ergänzungen dieser Satzung und über die Auflösung des Vereins entscheidet die JHV oder eine außerordentliche Mitgliederversammlung, bei der wenigstens die Hälfte der Mitglieder anwesend sein muß. Ist die erforderliche Hälfte nicht anwesend, so ist zur nochmaligen Beschlußfassung über denselben Gegenstand binnen 4 Wochen eine zweite Versammlung einzuberufen, welche ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden beschlußfähig ist. Auf diese Bestimmung muß bei der Einladung ausdrücklich hingewiesen werden.
II) Beschlüsse dieser Art müssen mit einer Mehrheit von ¾ der anwesenden Mitglieder gefaßt werden, um gültig zu sein.
III) Jede Änderung dieser Satzung bedarf der Genehmigung des CVJM Westbundes.

§14 (Vereinsvermögen)

I) Das Vereinsvermögen muß bis zur Auflösung des Vereins den Zwecken des Vereins dienen. Kein Mitglied und keine Abteilung haben Anspruch darauf.
II) Die Abwicklung der Geschäfte obliegt dem zuletzt amtierenden Vorstand.
III) Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall des bisherigen Zwecks fällt das vorhandene Vereinsvermögen an den CVJM Westbund, der es für Zwecke im Sinne des §2 dieser Satzung verwenden muß.

Diese Satzung wurde in der Jahreshauptversammlung am 04.02.1984 beschlossen, mit Gültigkeit ab 05.02.1984.

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